Tarifvertrag apotheke baden württemberg 2017

Am 4. Mai 2017 entschied ein Arbeitsgericht in London, dass die britische Gewerkschaft GMB eine Abstimmung über die Einrichtung einer Arbeitnehmervertretung für die 273 Beschäftigten im Lidl-Lager in Bridgend (Wales) organisieren kann. GMB reichte im März 2016 eine Beschwerde beim Central Arbitration Committee (CAC) in London ein, nachdem sich das Management beharrlich geweigert und ihren Fall gewonnen hatte. Lidl legte Berufung beim High Court of England and Wales ein und verlor erneut. Nun wurde auch die Dagegen-Beschwerde abgewiesen. Lidl hat 637 Discounter in Großbritannien, die von elf regionalen Lagern beliefert werden und will ausgiebig expandieren. Die Zahl der Filialen soll auf 1.500 steigen. Auf einer Sitzung am 16. Mai 2017 in München wurde eine gemeinsame Erklärung zur Telearbeit für Generali zwischen dem Europäischen Betriebsrat und der Zentralleitung unterzeichnet. In Zukunft sollten alle europäischen Tochtergesellschaften ihre Anstrengungen zur Förderung innovativer Maßnahmen („Smart Working“) intensivieren, um zur Schaffung einer agilen Organisation und zur Entwicklung neuer Kompetenzen beizutragen. In einigen Ländern, z.B.

in Österreich, bieten Betriebsvereinbarungen zur Telearbeit Büroangestellten bereits die Möglichkeit, ihre Arbeit dezentral, d.h. von zu Hause aus zu verabreden. Die Essity-EBR-Vereinbarung könnte innerhalb kurzer Zeit ausgehandelt werden, da es bereits seit 1995 Erfahrungen mit europäischen Betriebsräten in früheren Unternehmen gegeben hat. Von 2009 bis 2013 war die deutsche Tochtergesellschaft SCA Hygiene Products in der Rechtsform der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) mit einem Vollparitäts-Aufsichtsrat tätig. Sie haben keinen SE-Betriebsrat errichtet, sondern diese Standorte weiterhin im EBR der schwedischen Holding vertreten (siehe Bericht in eBR News 3/2009). 2012 wurden die europäischen Aktivitäten des US-Unternehmens Georgia-Pacific übernommen und die Verpackungssparte von SCA an den britischen Konzern DS Smith verkauft. Begleitet wurden sie von intensiven Konsultationen beider europäischer Betriebsräte (siehe Bericht in den EBR-Nachrichten 1/2012). Nach neun regionalen und drei zentralen Verhandlungsrunden haben sich BAVC und IG BCE im Tarifkonflikt einig: Die Vergütung der 550.000 Beschäftigten in den 1.900 Werken der Chemie- und Pharmaindustrie wird nach einem einmonatigen Lohnstopp um 2,8 Prozent steigen.

Die in der Tabelle ausgewiesene Lohnerhöhung gilt ab dem zweiten Monat, aber wenn ein Unternehmen besondere wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, kann es um zwei weitere Monate verschoben werden. Das Abkommen hat eine Laufzeit von 17 Monaten. Darüber hinaus wird der aktuelle Demografiefonds für 2016 im Rahmen eines Tarifvertrags auf 550 Euro pro Beschäftigten und ab 2017 auf 750 Euro aufgestockt. Unsere Studie hat einige Einschränkungen. Eine Überlegung ist, dass die Erklärungskraft des Unternehmens und der sektoralen Ebenen in unserem empirischen Ansatz bis zu einem gewissen Grad überschätzt werden könnte, da die Querschnittsdaten des SES es uns nicht erlauben, entweder unbeobachtete Merkmale auf individueller Ebene oder die Selbstauswahl der Mitarbeiter in bestimmte Arten von Unternehmen zu berücksichtigen.