Verdi tarifvertrag flughafen leipzig

„Obwohl sich alle Luftfahrtpartner einig waren, dass wir die Situation für unsere Passagiere 2019 verbessern wollen, eskaliert die Gewerkschaft Verdi diesen Tarifstreit überproportional und in einem inakzeptablen Ausmaß. Diese Streikserie kann sicherlich nicht mehr als Warnstreiks bezeichnet werden. Klar ist auch, dass Verdi kein Interesse daran hat, seinen Beitrag zur Verbesserung des Luftverkehrsstandorts Deutschland zu leisten. Im Vergleich zu Europa und anderen Ländern weltweit haben wir bereits die niedrigsten Qualitätssicherheitskontrollen zu den höchsten Kosten“, sagt Dr. Detlef Kayser, Mitglied des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG für Airline Resources & Operations Standards. Passagiere, die am kommenden Dienstag ihre Reise vom Frankfurter Flughafen aus antreten wollen, sollten sich die Situation besonders bemerkbar machen. Nach Angaben des Flughafenbetreibers werden die Sicherheitskontrollen außerhalb des Transitbereichs nicht besetzt sein. Passagiere, die ihre Reise in Frankfurt antreten sollen, werden daher während der gesamten Streikzeit ihren Flug nicht erreichen können, da sie keinen Sicherheitscheck durchlaufen können. Lufthansa bittet daher diese Gäste, in dieser Zeit nicht zum Flughafen zu gehen, sondern umzubuchen, um ihre Flüge online bei www.lufthansa.com oder der Lufthansa App umzubuchen. Dies gilt ausdrücklich nicht für Transitpassagiere, die am Frankfurter Flughafen umsteigen, sondern nur für diejenigen, die ihre Reise dorthin antreten.

Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal an acht deutschen Flughäfen am Dienstag, 15. Januar, zu einem Streik aufgerufen, um eine Lohnforderung zu unterstützen. Verdi hatte Verhandlungen mit der Forderung nach einem bundesweit einheitlichen Stundenlohn von 20 Euro aufgenommen. Die Löhne liegen derzeit je nach Region und Beruf zwischen 11,30 Euro und 17,16 Euro. Doch nachdem die Sicherheitsleute ihre Kampfbereitschaft an 13 Flughäfen, darunter Frankfurt, Berlin und Stuttgart, unter Beweis gestellt hatten, einigte sich Verdi auf einen neuen Vertrag, der weit hinter der ursprünglichen Forderung zurückblieb. Die Streiks stehen im Zusammenhang mit vier Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Luftfahrtunternehmen (BDLS) und der Gewerkschaft. Verdi erklärte, die Arbeitgeber hätten eine Lohnerhöhung zwischen 1,8 und 2,0 Prozent für eine zweijährige Vertragslaufzeit angeboten. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung auf ein stündliches Minimum von 20 EUR (23 USD). Das aktuelle Angebot belaufe sich auf eine Erhöhung um etwa 40 Cent pro Stunde. Der Tarifvertrag könne nun nicht wie geplant am 1.

März 2019 in Kraft treten, teilte Verdi am Montagabend mit. Die Gewerkschaft hatte zuvor den Bundesverband der Luftfahrtsicherheitsunternehmen (BDLS) zu erneuten Vertragsverhandlungen eingeladen.